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Gesundheitsführer für die Region „Dorsten · Kirchhellen · Schermbeck”

Akute Erkrankung, was tun?

Bei einer guten Erkältung mit Symptomen Fieber, Husten, Gelenkschmerzen können zunächst rezeptfreie Medikamente wie Paracetamol in der Dosierung 500-1000 mg oder Aspirin 500 mg (Vorsicht bei Magengeschwüren) oder Ibuprofen 400 mg alle 6-8 Stunden eingenommen werden. Auch Schleimlöser wie Acetyl-cystein, Abroxol oder pfl anzliche Hustenmittel sind hilfreich. Bei besonders gravierenden Beschwerden oder wenn die Erkrankung 2-3 Tage dauert ist ärztliche Untersuchung und Beratung angezeigt.

Anders ist die Situation bei akuten Bauchschmerzen. Hier kann in der Regel nicht unterschieden werden, ob die Beschwerden einer banalen Magen-Darm-Grippe zuzuordnen sind, oder ob es sich zum Beispiel um eine Blinddarmentzündung oder Bauchspeicheldrüsen-Entzündung handelt. Hier ist der Arzt schneller aufzusuchen.

Beim Durchfall und Erbrechen ohne starke Bauchschmerzen können rezeptfreie Mittel, die in der Apotheke erhältlich sind ausprobiert werden. Ausnahmen sind kleine Kinder, hier soll der Arzt schneller zur Rate gezogen werden.

Bei starken Kopfschmerzen ist nach der wahrscheinlichsten Ursache vorzugehen. Bereits aus der Vergangenheit bekannte Kopfschmerzen können mit Schmerzmitteln wie Paracetamol, Aspirin oder Ibuprofen behandelt werden. Bisher unbekannte und zum ersten Mal aufgetretene Kopfschmerzen sind beim Arzt abzuklären. Beim hohen Blutdruck etwa ab 160/90 mm Hg ist der Blutdruck zu senken. Der klassische Migräneanfall zeichnet sich durch meist starke einseitige mehrstündige Kopfschmerzen, die mit Übelkeit und Erbrechen einhergehen aus und ist besser mit Migränetherapeutika als mit Schmerzmitteln zu behandeln.

Dr.med. Yao Amengor
Facharzt für Allgemeinmedizin